Kategorie-Archiv: Info

05. Juni 2016: Verwendung von Sondersignal (Blaulicht + Martinshorn)

Der Feuerwehreinsatz – Was für ein Krach … muss das wirklich sein?
Muss es immer mit Blaulicht und Martinshorn sein?

Gerade haben Sie sich noch einmal im Bett herum gedreht. Plötzlich schrecken Sie hoch. Ohrenbetäubend klingt ein Martinshorn der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes in Ihren Ohren. Hört sich an, als würden wir durch Ihr Schlafzimmer fahren. Mal ehrlich! Was denken Sie in dieser Minute?

Was soll dieser unmenschliche Krach mitten in der Nacht?

Das ist vermutlich noch sehr milde ausgedrückt. Leider eine Tatsache. Frei nach dem Motto, “die Feuerwehr hat sie nicht mehr alle”! Die haben nichts Besseres zu tun, als mit einem Höllenlärm durch die Straßen zu fahren und brave Bürger zu ärgern.

Nun aber mal im Ernst: Haben Sie sich im selben Atemzug schon einmal gefragt, warum wir das tun? Nicht? Wir versuchen es einmal zu erklären:
Sonderrechte und Wegerecht
Die Feuerwehr und auch alle anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Polizei, Zoll, THW und Rettungsdienst genießen in der Straßenverkehrsordnung einen Sonderstatus. Zur Ausübung Ihrer hoheitlichen Aufgaben werden ihnen Sonderrechte (§35 der Straßenverkehrsordnung) und Wegerecht (§38 der Straßenverkehrsordnung) eingeräumt.
Sonderrecht bedeutet, dass Fahrzeuge von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung befreit sind. Es ist dadurch “erlaubt”, über rote Ampeln zu fahren, im Parkverbot zu parken oder gegen die Einbahnstraße zu fahren. Allerdings gilt in jedem Fall immer noch §1 der Straßenverkehrsordnung: “Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.”
Um dieses Sonderrecht in Anspruch zu nehmen, muss das Feuerwehrfahrzeug Blaulicht und Sondersignal nicht einschalten, denn die Rechte erhält die “Feuerwehr” automatisch nach der Alarmierung, sofern der Einsatz dies erforderlich macht (also zur Ausübung ihrer hoheitlichen Aufgaben).
Wozu braucht die Feuerwehr dann Blaulicht und Sondersignal?
Wie gesagt, besitzt die Feuerwehr neben den Sonderrechten auch ein Wegerecht. Dies bedeutet, dass Fahrzeugen der Feuerwehr, die mit Blaulicht und Sondersignal unterwegs sind, der Weg frei zu machen ist.
Um diese Bevorrechtigung in Anspruch zu nehmen, muss der Fahrer besagtes Blaulicht und Sondersignal einschalten. Denn er hat diese Recht nur in Verbindung mit beiden Warneinrichtungen, also mit Blaulicht und Sondersignal.

Trotzdem trägt der Fahrer ein immens hohes Risiko und wird im Falle eines Unfalles in 90 % der Fälle mit zur Verantwortung gezogen. Wenn man sich überlegt, dass die Einsatzkräfte ehrenamtlich unterwegs sind, verlangt man ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.
Warum hat die Feuerwehr manchmal nur Blaulicht an?
Schaltet der Fahrer nun sein Sondersignal aus, hat er von diesem Moment an kein Wegerecht mehr, sondern nur noch Sonderrecht. Er wird im Fall eines Unfalls wie ein normales Fahrzeug behandelt, welches am Straßenverkehr teilnimmt, wenn es zu einer richterlichen Auseinandersetzung kommt.
Man kann sehr oft beobachten, dass Fahrer von Einsatzfahrzeugen ihr Sondersignal mehrfach während der Alarmfahrt abschalten und erst 50 bis 100 Meter vor der Straßenkreuzung wieder einschalten, um zum einen die Lärmbelästigung zu reduzieren, aber vor Straßenkreuzungen bzw. an unübersichtlichen Stellen die übrigen Verkehrsteilnehmer auf ein nahendes Feuerwehrfahrzeug hinzuweisen.
Sie als Verkehrsteilnehmer haben dann aber kaum eine Chance sich darauf einzurichten, aus welcher Richtung das Einsatzfahrzeug kommt und können in der Kürze der Zeit nicht freie Bahn schaffen, um das Fahrzeug passieren zu lassen.

Nur Blaulicht verschafft der Feuerwehr also keine Rechte. Allerdings warnt das Blaulicht alleine (ohne Sondersignal) andere Verkehrsteilnehmer vor Gefahren oder schützt die Einsatzstelle der Feuerwehr vor Verkehr. Deshalb läßt die Feuerwehr nach Erreichen einer Einsatzstelle das Blaulicht an und schaltet zusätzlich Warnblinkanlage und eventuell weitere Lichtanlagen ein.
Zusammenfassend läßt sich sagen: 
Im Einsatz hat die Feuerwehr immer Sonderrechte, kann diese jedoch nicht kenntlich machen. Bei eingeschaltetem Blaulicht und Sondersignal (und nur dann) hat ein Feuerwehrfahrzeug zusätzlich Wegerecht, sie müssen diesem Fahrzeug also den Weg freimachen.

Nur das Blaulicht dient allein der Warnung anderer Verkehrsteilnehmer und der Sicherheit der Feuerwehr.

Deswegen denken Sie daran, wenn sie wieder einmal nachts geweckt werden, dass auch die Feuerwehrleute 10 Minuten vorher in ihren Betten gelegen und geschlafen haben.
· Bedenken sie, dass für denjenigen, der in eine Notlage geraten ist und auf die Feuerwehr wartet, Minuten bis zum Eintreffen der Fahrzeuge wie Stunden vergehen.

· Bedenken Sie, dass sie als in Not geratener Bürger zuerst fragen werden, weshalb die Feuerwehr denn so lang gebraucht hat.

· Bedenken sie, dass der Fahrer dieses Einsatzfahrzeuges unentgeltlich unterwegs ist und ein hohes Maß an Verantwortung trägt, um rechtzeitig am Einsatzort zu sein.

Wir hoffen, dass sie nicht in die Lage geraten, einmal die Feuerwehr rufen zu müssen. 

Sollten Sie demnächst durch ein Sondersignal aufwachen, denken Sie doch einfach mal darüber nach, dass es in diesem Moment Personen gibt, die es sehr viel schlechter trifft als Sie…

Die Freiwillige Feuerwehr Reudern bedankt sich für Ihr Verständnis.

12. Mai 2015: Hauptübung, Brand 3 Kellerbrand

Am Abend des 12. Mai 2016 wurde die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Reudern zum diesjährigen Übungsalarm alarmiert. Die Übung wurde nur durch eine kleine Gruppe vorbereitet, ohne dass der Übungstag und die -zeit der Mannschaft mitgeteilt wurde. Die Mannschaft wurde wie bei einem echten Einsatz über die Funkmeldeempfänger alarmiert und musste sich schnellstmöglich im Feuerwehrgerätehaus einfinden. Durch die Feuerwehrleitstelle Esslingen wurde mitgeteilt, dass es sich um einen Kellerbrand mit mehreren vermissten Personen handelt. Das ersteintreffende Löschfahrzeug (LF 8/6) leitete umgehend erste Maßmahnem ein, welche durch das nachrückende Löschfahrzeug (TSF-W) ausgeweitet wurden. Zur Unterstützung der örtlichen Kräfte nahm an der Übung auch die Drehleiter (DLA (K)) der Abteilung Stadtmitte teil.

Bei “Übungsende” konnten der Feuerwehrleitstelle 5 gerettete Personen und einen gelöschten Brand gemeldet werden. Somit wurde das Übungsziel zu 100% erreicht.

Der Übungsverlauf wurde bei einer anschließenden “Manöverkritik” durch den Abteilungskommandant Hans-Joachim Zeitler und Stadtbrandmeister Ralf Bader kommentiert. Der Übungsverlauf hat gezeigt, dass der Ausbildungsstand der aktiven Wehr der Abt. Reudern auf einem guten Niveu ist und sich die Reuderner Bürger auf “ihre” Feuerwehr verlassen können.

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12. April 2016: Die Grillsaison beginnt. VORSICHT!

Nach den „Eis­hei­li­gen“ be­ginnt spä­tes­tens mit den Pfingst­fe­ri­en die Grill­sai­son. Da­mit die­se für al­le zum ge­lun­ge­nen Frei­zeit­er­leb­nis und nicht zum De­sas­ter wird, emp­fielt der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Ba­den-Würt­tem­berg um Be­ach­tung ei­ni­ger Grund­re­geln. Wenn die­se Rat­schlä­ge be­ach­tet wer­den, steht ei­ner ver­gnüg­li­chen und un­fall­frei­en Grill­par­ty nichts mehr in We­ge:
Wäh­len Sie ei­nen stand­fes­ten und si­che­ren Stand­platz für den Grill und hal­ten Sie Ab­stand zu brenn­ba­ren Stof­fen wie Lam­pi­ons, Gir­lan­den, etc. Ein Si­cher­heits­ab­stand von 2-3 Me­tern ist das Min­dest­maß!
Zum An­zün­den des Grills ver­wen­den Sie Tro­cken­brenn­stof­fe oder Gril­lan­zün­der, nie­mals je­doch brenn­ba­re Flüs­sig­kei­ten. Gie­ßen Sie ins­be­son­de­re kei­nen Spi­ri­tus o.ä. in den Grill! Fa­chen Sie das Feu­er nicht mit Preß­luft oder gar mit Sau­er­stoff an!

  • Hal­ten Sie Lösch­mit­tel be­reit! Ein Feu­er­lö­scher oder Ei­mer Was­ser hilft Ent­ste­hungs­brän­de zu be­kämp­fen.
  • Kin­der dür­fen nicht un­be­auf­sich­tigt mit dem Grill han­tie­ren.
  • Tra­gen Sie beim Han­tie­ren am Grill kei­ne Syn­the­tik-Klei­dung. Die­se kann schlag­ar­tig Feu­er fan­gen!
  • Nach dem Gril­len lö­schen Sie die Glut ab. Fül­len Sie nie­mals hei­ße Asche in Müll­ge­fä­ße. Wenn Sie in ei­ner Grill­stel­le im Frei­en gril­len, de­cken Sie die Glut voll­stän­dig mit Er­de ab, da­mit der Wind sie nicht fort­tra­gen kann.
  • Zur Ver­mei­dung von Wald­brän­den ist für Feu­er au­ßer­halb be­fes­tig­ter Grill­plät­ze vom Wald­rand ein Si­cher­heits­ab­stand von 300 Me­tern ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben.
  • Bei Un­fäl­len oder Brän­den ru­fen Sie die Feu­er­wehr über Te­le­fon­num­mer 112.

  
Wir wün­schen gu­ten Ap­pe­tit und ei­ne un­fall- und scha­den­freie Grill­sai­son!
Ihre Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Reudern

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26. März 2016: Uhrumstellung = Rauchmelder überprüfen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (27.03.16) stellen wir die Uhren wieder auf Sommerzeit um.
Wir als Feuerwehr empfehlen diese Gelegenheit zur Überprüfung der Rauchwarnmelder in Wohnung oder Haus zu nutzen. Denn: Rauchmelder können Leben retten – wenn sie funktionieren.

Bei immer mehr Menschen sind mittlerweile Rauchwarnmelder in den Wohnungen und Häusern installiert. Dazu hat letztendlich in Baden-Württemberg auch eine gesetzliche Regelung beigetragen. Um die Funktionsfähigkeit ihrer Rauchwarnmelder zu gewährleisten, möchten wir eine Tradition der amerikanischen Feuerwehren aufgreifen. Diese erinnern die Bevölkerung immer zum Zeitpunkt der Uhrenumstellung an eine Überprüfung der Rauchwarnmelder in den Haushalten.

Im Fokus steht dabei die Funktionstüchtigkeit der Batterien und der Grad einer eventuellen Verschmutzung an den Raucheindringsöffnungen. Rauchwarnmelder sollten daher entsprechend der Bedienungsanleitung je nach Herstellerangaben einer Funktionskontrolle unterzogen werden. Folgende Punkte sind als Mindestprüfung vorzunehmen:

  • Bei Verschmutzung der Raucheindringsöffnungen sind diese nach Herstellerangaben zu reinigen.
  • Sichtprüfung nach funktionsrelevanten Schäden, bei Bedarf ist ein Austausch erforderlich.
  • ggf. Austausch der Batterie
  • Überprüfung des Montageortes, ist die unmittelbare Umgebung frei von Einrichtungsgegenständen?
  • manuelle Auslösung der Prüfeinrichtung zur Überprüfung der akustischen oder optischen Warnsignalgeber. 

Rauchmelder retten Leben! – Nehmen Sie sich daher bei der Uhrenumstellung zweimal im Jahr kurz die Zeit ihre Rauchwarnmelder zu überprüfen. 

19. Februar 2016: Hauptversammlung Abt. Reudern

Am 19.02.2016 trafen sich die Kameraden der Feuerwehr Nürtingen Abt. Reudern zu Ihrer jährlichen Hauptversammlung. Hierbei waren die Ortschafträte, Herr Schwartz unser Ortsvorsteher und der Stadtbrandmeister Ralf Bader eingeladen. Vom Ortschaftsrat besuchten drei Personen die Hauptversammlung. Neben dem Kommandanten Hans-Joachim Zeitler gaben auch der Jugendwart Dieter Eppinger und der Kassier Alexander Eppinger Ihren Bericht zum Jahr 2015 ab.

Im vergangenen Jahr wurde die Feuerwehr Reudern 18 Mal zu einem Einsatz gerufen. Darunter waren 7 Brandeinsätze, 1 Gefahrguteinsatz, 5 technische Hilfeeinsätze und 5 Fehlalarme.

Auch dieses Jahr gab es viele Ehrungen und Beförderungen.

Thomas Appl, Mika Bader, Timo Guth und Florian Zeitler wurden zum Feuerwehrmann befördert. Benjamin Feuchter und Roland Schmidt wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert und Rainer Besemer zum Hauptlöschmeister.

Roland Schmidt wurde zu 25 Jahren Feuerwehrdienst geehrt und Heinz Besemer zu 60 Jahren Feuerwehrdienst, leider konnte er die Hauptversammlung nicht besuchen, da er an diesem Tag seinen 81. Geburtstag feierte. Unter anderem wurde auch Erwin Haußmann zu 70 Jahren Feuerwehrdienst geehrt. Alle Geehrten erhielten einen Bierkrug mit einer Widmung und ein Weinpräsent.

Außerdem standen dieses Jahr die Wahlen an. Der Posten des Kommandanten blieb unverändert. Hans-Joachim Zeitler wurde wieder zum Abteilungskommandanten gewählt. Der ehemalige Vize – Kommandant Heinz Schietinger stellte sich nicht mehr zur Wahl, deshalb wurde Benjamin Feuchter von der Wehr als neuer Vize gewählt. Unter anderem wurde auch der Ausschuss neu gewählt. Er besteht nun aus Sven Gschweng, Benjamin Feuchter, Robert Libert, Markus Besemer, Bernd Schietinger und Jens Lohrey – Bütikofer.

Heinz Schietinger erhielt ein Geschenk für seinen Dienst von 15 Jahre als Vize – Kommandant.

Wir wünschen allen Gewählten viel Erfolg in Ihren Ämtern.

  
(v.l.n.r.: Heinz Schietinger – ehemaliger stellv. Abteilungskommandant, Benjamin Feuchter – neuer stellv. Abteilungskommandant, Florian Zeitler – Feuerwehrmann, Rainer Besemer – Hauptlöschmeister, Thomas Appl – Feuerwehrmann, Ralf Bader – Stadtbrandmeister, Roland Schmidt – 25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst, Bernd Schwarz -Ortsvorsteher, Timo Guth – Feuerwehrmann, Hans-Joachim Zeitler – wiedergewählter Abteilungskommandant)

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Die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Reudern wünscht allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2016.

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Sicherheitshinweise für Silvester

Silvester zählt in jedem Jahr zu den Einsatzreichsten Tagen im ganzen Jahr und für so manchen beginnt das neue Jahr mit einer bösen Überrraschung.Schwerste Verletzungen, starke Verbrennungen und abgebrannte Häuser trüben immer wieder die Festaktivitäten zum Jahreswechsel.

Wichtige Hinweise für ein ungetrübtes Fest!

Damit auch Sie ohne böse Überraschungen, in das neue Jahr starten können, sollten Sie folgende Sicherheitsregeln beachten: Die BAM Nummer bescheinigt Sicherheit

Die BAM Nummer bescheinigt Sicherheit

  • Achten Sie beim Kauf von Dekorationsartikeln (z.B. Luftschlangen) auf schwer entflammbares Material (Kennzeichnung B1 nach DIN 4102
  • Halten Sie offenes Feuer (Kerzen, Lampinions, etc.) von Wänden, Gardinen und entflammbaren Einrichtungsgegenständen fern
  • Sorgen Sie auch beim Bleigießen für eine Feuerfeste Unterlage
  • Löschen Sie vor verlassen der Wohnung alle offenen Flammen
  • Feuerwerkskörper sollten ausschließlich im Freien abgebrannt werden, Raketen mit dem Holzstab in eine Flasche stellen und so abschießen, daß sie ungehindert in den Himmel fliegen können
  • Sowohl bei Raketen als auch bei Knallkörpern gilt es, sich nach dem Anzünden der Lunte sofort zu entfernen
  • Auf BAM Nummer oder eventuell bereits das neue CE-Kennzeichen mit einer Registriernummer (Unbenklichkeitsbescheinigung achten)!
  • Knallkörper und Silvesterraketen gehören nicht in Kinderhände!

Frohe Weihnachten

Die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Reudern wünscht allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest.

  

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Rauchmeldertag am Freitag, den 13. November 2015

Freitag, der 13. November ist bundesweiter Rauchmeldertag. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ und die Feuerwehren in ganz Deutschland stellen am dritten Rauchmeldertag in diesem Jahr die Verbraucheraufklärung in den Mittelpunkt. Denn noch immer sterben in Deutschland jährlich mehr als 400 Menschen an den Folgen eines Brandes. 95 Prozent davon werden nicht Opfer der Flammen, sie ersticken schon vorher an giftigen Rauchgasen. Rauchmelder hätten sie warnen können. 

„Im Brandfall verbleiben durchschnittlich vier Minuten zur Flucht. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass eine Rauchgasvergiftung schon nach zwei Minuten tödlich sein kann“, erklärt Christian Rudolph, Vorstand des Forum Brandrauchprävention e.V. und ergänzt: „Ein Rauchmelder verschafft genau die entscheidenden Minuten Vorsprung, um sich in Sicherheit zu bringen.“ Wichtig dabei sind die richtige Installation und Verlässlichkeit des Rauchmelders. Bei der Vielzahl der vorhandenen Geräte am Markt gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Immer wieder fragen Verbraucher: Woran erkenne ich gute Rauchmelder? Wer ist für ihre Installation und Wartung zuständig? Wo müssen Rauchmelder aufgehängt werden und wie hört sich ein Alarm an? Die Aufklärungskampagne „Rauchmelder retten Leben“ gibt Antworten auf diese Fragen:

 

Alarm-Beispieltöne und Tipps zur Wartung

Neben den Tipps zur richtigen Pflege sind ab sofort auch verschiedene Alarm- und Batteriewarntöne von Rauchmeldern auf der Website von „Rauchmelder retten Leben“ abrufbar. Diese Beispieltöne helfen den Verbrauchern festzustellen, ob eine Rauchmelderbatterie schwach wird und ausgetauscht werden muss. Die Hinweise und Audio-Beispiele sind frei verfügbar unter www.rauchmelder-lebensretter.de/home/wartung.

 

CE-Kennzeichnung bei Rauchmeldern nicht ausreichend

Gesetzlich vorgeschrieben für Rauchmelder sind das CE-Kennzeichen und die DIN-Angabe EN 14604. Dieser Mindeststandard reicht aber nicht aus, um einen qualitativ hochwertigen von einem einfachen Rauchmelder zu unterscheiden. Der Qualitätsunterschied ist von außen nicht erkennbar. Um Verbrauchern mehr Sicherheit bei der Auswahl eines Rauchwarnmelders zu geben, wurde das „Q“ als ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder eingeführt. Rauchmelder mit „Q“ vermeiden Fehlalarme, sind stabiler, langlebiger und sie haben eine fest eingebaute Batterie mit mindestens zehn Jahren Lebensdauer. Der jährliche Batterieaustausch wird also vermieden. „Q“-Rauchmelder gibt es ab rund 25 Euro im Handel.

 

Rauchmelder für Küche und Bad nicht geeignet

Laut Landesbauordnungen müssen alle Kinder- und Schlafzimmer sowie angrenzende Flure mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Weitere Geräte sollten in Gemeinschaftsräumen wie im Wohnzimmer angebracht werden. Für Küchen und Bäder sind Rauchmelder dagegen nicht geeignet. Für mehrgeschossige Wohnungen oder Häuser gibt es sowohl batterie- als auch netzbetriebene Rauchmelder, die per Kabel oder Funk untereinander vernetzt werden können.

 

 Rauchmelderpflicht ist Ländersache

Immer mehr Bundesländer übernehmen Verantwortung und entscheiden sich zum Schutz ihrer Bürger für eine Rauchmelderpflicht. Mittlerweile gilt sie in 13 Bundesländern, ist allerdings nicht einheitlich geregelt. In den meisten Bundesländern ist der Vermieter für Installation und Wartung zuständig. Die unterschiedlichen Bauordnungen der Bundesländer finden interessierte Verbraucher unter: http://www.rauchmelder-lebensretter.de/home/gesetzgebung/

 Den bundesweiten Rauchmeldertag gibt es seit dem Jahr 2006. Sein Motto lautet: „Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein“. Im kommenden Jahr findet der Rauchmeldertag am 13. Mai statt. Alle Informationen zu Rauchmeldern allgemein finden Sie unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de/

Weitere Infos zum Rauchmeldertag